Roboter und Mikrochips
31.08.2015
Danilo Michalski
Laut der Umfrage „ZukunftsMonitor“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ist es für 26 Prozent aller Deutschen vorstellbar, sich von einem Roboter pflegen zu lassen. Mehr als die Hälfte (51 Prozent) zeigt sich zudem aufgeschlossen gegenüber Mikroimplantaten zur Verbesserung der Konzentrations- und Gedächtnisleistung.
Die im Juli 2015 unter dem Titel „Gesundheit neu denken“ erhobenen Daten basieren auf circa 1000 persönlichen Interviews und zeigen, dass eine Vielzahl der Bundesbürger durchaus offen für neue Technologien im Bereich der Medizin und Pflege ist. Als besonders vielversprechend empfinden die meisten Befragten (55 Prozent) die bereits heute eingesetzten Wearables. Dabei handelt es sich um kleine Computer an Uhren, Fitnessarmbändern oder der Kleidung, die unauffällig und kontinuierlich Bio-Daten messen, zum Beispiel die Pulsfrequenz. 51 Prozent halten die computergestützte Überprüfung von Gesundheitsdaten durch Hausarzt bzw. Pflegedienst aus der Ferne (Telepflege) für eine gewinnbringende Bereicherung.
Insgesamt war die Landbevölkerung gegenüber der Stadtbevölkerung deutlich aufgeschlossener gegenüber den neuen Technologien. Ostdeutsche schätzen das Potential von Hightech im Gesundheitswesen insgesamt höher ein als Bürger aus dem Westen Deutschlands.
Technik ist nicht frei von Bedenken
Trotz der allgemein positiven und aufgeschlossenen Grundhaltung der Deutschen in Bezug auf Computertechnologie im Gesundheitswesen, bestehen dennoch große Bedenken hinsichtlich des Umgangs mit persönlichen Daten. Die Mehrheit der Befragten (62 Prozent) sorgt sich um die Sicherheit privater Informationen, wenn diese online zugänglich gemacht werden. 67 Prozent der Deutschen lehnen es sogar ab, ihre persönlichen Daten der Krankenkasse zur Verfügung zu stellen.
Quelle
Bundesministerium für Bildung und Forschung: Der ZukunftsMonitor. ZukunftForum 1: Gesundheit neu denken
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Die Lerneinheit „Technik im Pflegebereich“ gibt Ihnen einen Überblick über die technischen Entwicklungen in der Pflege und setzt sich zudem kritisch mit den ethischen Herausforderungen auseinander.

