Weltkrebstag: Wir können. Ich kann.
04.02.2016
Kristina Mohr
Der internationale Weltkrebstag am heutigen Donnerstag steht unter dem Motto „Wir können. Ich kann". Die Internationale Vereinigung gegen Krebs (UICC) ruft dazu auf, sich Gedanken zu machen, was man zusammen mit anderen oder allein gegen Krebs und dessen Folgen tun kann.
„Der Weltkrebstag 2016 ist eine Chance, darüber nachzudenken, was jeder tun kann, um die Auswirkungen dieser verheerenden Krankheit jetzt und für die Zukunft zu verringern“, sagt Tezer Kutluk, Präsident der UICC. Beispielsweise könnten Menschen etwas für ihre Gesundheit tun, sich zu onkologischen und palliativen Themen weiterbilden, Initiativen für Vorsorgeuntersuchungen fördern oder Betroffene unterstützen. Eigene Ideen und Aktionen können unter den Hashtags #WorldCancerDay und #WeCanICan in den sozialen Medien geteilt werden.
Krebs als Armutsrisiko – „Wir können informieren“
Mit „Wir können informieren“ beantwortet der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums (dkfz) das diesjährige Motto. Schwerpunktthema zum Weltkrebstag 2016 ist: „Wer hilft Krebspatienten, die durch ihre Krankheit in eine finanzielle Notlage geraten?“. Einer Studie des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen in Heidelberg zufolge müssen 75 Prozent der Krebspatienten durch ihre Krankheit finanzielle Einbußen hinnehmen. Ansprechpartner zu sozialrechtlichen Fragen finden Interessierte unter www.krebsinformationsdienst.de.
„Sollte ich mich noch schonen?“ – Sportlich aktiv nach Krebs
Das Universitäts KrebsCentrum Dresden (UCC) engagiert sich in der Krebsnachsorge. Ab diesem Monat startet es ein Bewegungs- und Motivationsprogramm für Tumorpatienten, die ihre Therapie abgeschlossen haben. Unter dem Titel „Aktiv in der Nachsorge“ erhalten die Betroffenen Tipps, wie sie sich im Alltag mehr bewegen können. Denn Gedanken wie „Da nehme ich doch schnell den Aufzug“ oder „Nächste Woche kann ich ja auch noch zum Sportkurs gehen“ kennen viele. Bei Tumorpatienten käme oft noch die Unsicherheit hinzu, ob und wie viel Sport sie sich zumuten dürfen. „Die verbesserten Früherkennungs- und Therapiemöglichkeiten haben die Wahrscheinlichkeit eines Wiederauftretens soweit verringert, dass nun die Lebensqualität nach der Behandlung eine wesentliche Rolle spielt“, begründet Gerhard Ehninger, geschäftsführender Direktor, das Vorhaben, Patienten dabei zu unterstützen, langfristig ihren Lebensstil aktiver zu gestalten. Wie Studien zeigten, hätten körperliche Aktivitäten auch bei Tumorpatienten positive Effekte auf Körper und Psyche.
Quellen
- UICC. Weltkrebstag 2016: Millionen wollen gegen die weltweit tödlichste Krankheit vorgehen. Pressemitteilung vom 4. Februar 2016.
- www.worldcancerday.org
- dkfz. Am 4. Februar ist Weltkrebstag: Wir können informieren! Pressemitteilung vom 2. Februar 2016.
- Universitätsklinikum Carl Gustav Carus. Mit Schwung gegen Krebs. Pressemitteilung vom 3. Februar 2016.
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